Einsatzwille mit Auswärtssieg zum Jahresabschluss belohnt
🤾🏻🤾🏻♂️ Schwafheim – UTuS 21:24 (10:13)🤾🏻🤾🏻♂️
Im siebten Saisonspiel der Spielzeit 2025/26 lieferten sich der TV Schwafheim und der Uedemer TuS ein über 60 Minuten intensives und spannendes Damen-Handballspiel, das seinem Charakter früh gerecht wurde. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, ohne dass sich im Spielverlauf ein Team entscheidend absetzen konnte. Schnell wurde deutlich, dass diese Partie weniger durch spielerische Eleganz oder ausgefeilte Spielzüge entschieden werden würde. Vielmehr ging es um Willenskraft, Zweikampfverhalten und die Bereitschaft, bis zur letzten Minute alles zu investieren.

Uedem erwischte einen konzentrierten Start und konnte früh in Führung gehen. Schwafheim ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und fand schnell Antworten. In der Anfangsphase wechselte die Führung mehrfach, wobei beide Teams immer wieder Lösungen gegen die gegnerische Defensive fanden. Die Partie war geprägt von hohem Tempo, vielen körperlichen Aktionen und einer angespannten Atmosphäre. Uedem zeigte sich kämpferisch, ließ jedoch einige Möglichkeiten liegen, um sich früher abzusetzen.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahm Schwafheim phasenweise die Kontrolle und nutzte kleinere Unkonzentriertheiten der Gäste konsequent aus. Besonders in der Schlussphase des ersten Durchgangs gelang es der Heimmannschaft, sich leicht abzusetzen und mit einer Drei-Tore-Führung in die Pause zu gehen. Dennoch blieb der Eindruck, dass die Partie offen war und Uedem jederzeit zurückkommen konnte.
Nach dem Seitenwechsel bestätigte sich dieses Bild. Uedem kam mit spürbarer Entschlossenheit aus der Kabine und arbeitete sich Tor um Tor heran. Die Defensive stand stabiler, im Angriff wurde geduldiger agiert und auch in schwierigen Situationen behielt das Team die Nerven. Schwafheim hielt dagegen und verteidigte die knappe Führung lange Zeit mit viel Einsatz, sodass sich ein echter Schlagabtausch entwickelte.
In der Schlussviertelstunde spitzte sich das Spiel weiter zu. Jeder Treffer wurde bejubelt, jeder Fehler konnte spielentscheidend sein. Uedem zeigte in dieser Phase den größeren Willen und ließ sich auch von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen. Mit hoher Laufbereitschaft, konsequenter Chancenverwertung und großer Moral gelang es, das Spiel endgültig zu drehen und sich in der entscheidenden Phase abzusetzen. Schwafheim versuchte noch einmal alles, konnte den Umschwung jedoch nicht mehr verhindern.
Am Ende stand ein 21:24-Auswärtserfolg für den Uedemer TuS, der sinnbildlich für den Einsatz und die Entschlossenheit der Gäste stand. Es war ein Sieg der Mentalität, weniger der spielerischen Mittel. Mit dem zweiten Erfolg im siebten Saisonspiel konnten sich die Uedemerinnen vorzeitig ein verdientes Weihnachtsgeschenk machen und das Handballjahr 2025 positiv abschließen.
Mit diesem Spiel endet für den Uedemer TuS auch die Hinrunde. Nun gilt es, die Weihnachtstage und den Jahreswechsel zu genießen, um anschließend im Januar gezielt daran zu arbeiten, in der Rückrunde 2026 konstantere und verbesserte Leistungen auf die Platte zu bringen. Das nächste Spiel findet am Samstag, dem 7. Februar, um 18:00 Uhr in Uedem gegen Friedrichsfeld statt. Das Hinspiel ging knapp mit 23:19 verloren – die Zielsetzung für das Rückspiel ist damit klar formuliert.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Uedem blieb defensiv diszipliniert und ließ die Gäste nur selten zu einfachen Toren kommen. Dennoch wirkte das Angriffsspiel weiterhin zerfahren. Es fehlte an klaren Laufwegen, an Tempo und an Ideen, um die kompakte Abwehr der HSG nachhaltig unter Druck zu setzen. Viele Angriffe endeten ohne klaren Abschluss oder mit Würfen aus ungünstigen Positionen.
Die Gäste hingegen spielten ihre Routine aus. Ohne zu glänzen, nutzten sie die Fehler der Gastgeberinnen konsequent und bauten ihren Vorsprung Stück für Stück aus. Auch mehrere Auszeiten konnten den Spielfluss der Gäste nicht nachhaltig unterbrechen. Zwar zeigte Uedem immer wieder Moral und verkürzte den Rückstand phasenweise, doch eine echte Aufholjagd kam zu keinem Zeitpunkt zustande.
Besonders bezeichnend war, dass Uedem trotz zahlreicher Ballgewinne in der Abwehr kaum Kapital daraus schlagen konnte. Das Tempospiel blieb weitgehend wirkungslos, und auch im Positionsangriff fehlte die nötige Durchschlagskraft. So blieb der Abstand konstant, ehe sich die Gäste in der Schlussphase endgültig absetzten und das Spiel souverän zu Ende brachten.
Am Ende stand eine Niederlage, die trotz der engagierten Abwehrarbeit als verdient bezeichnet werden muss. Gegen einen stabilen und abgeklärten Tabellenführer reichte eine gute Defensive allein nicht aus. Dafür offenbarte das Angriffsspiel zu viele Schwächen, um ernsthaft um Punkte mitspielen zu können. Der Schwung aus dem letzten Auswärtssieg konnte somit nicht in dieses Heimspiel übertragen werden.
Nun richtet sich der Blick nach vorne. Am Samstag, dem 20.12., steht auswärts in Schwafheim die letzte Gelegenheit im Jahr 2025 an, noch einmal Punkte einzufahren, bevor es in die verlängerte Winterpause geht. Anwurf ist um 13:00 Uhr. Dort wird es entscheidend sein, die defensive Stabilität erneut auf den Platz zu bringen, gleichzeitig aber im Angriff wieder klarer, mutiger und strukturierter aufzutreten, um sich für den Aufwand endlich wieder belohnen zu können.
