1. Damen: 10. Saisonspiel (25/26) vs HSG Wesel (H)

Wahnsinns Fight in heimischer Halle!

🤾🏻‍🤾🏻‍♂️ UTuS – Wesel 16:18 (10:12)🤾🏻‍🤾🏻‍♂️

Im zehnten Saisonspiel der Handball-Regionsliga lieferten die Damen des Uedemer TuS dem aktuellen Tabellenführer HSG Wesel einen leidenschaftlichen Kampf und verlangten dem offensivstärksten Team der Liga über 60 Minuten alles ab. Am Ende stand eine knappe 16:18-Niederlage auf der Anzeigetafel – doch die Art und Weise, wie sich die Uedemerinnen präsentierten, sorgte trotz ausbleibender Punkte für viel Anerkennung in der heimischen Halle.

Die Vorzeichen waren klar: Das Hinspiel in Wesel war deutlich mit 22:35 verloren gegangen, die HSG ging als Ligaprimus und mit enormer Offensivpower ins Rückspiel. Doch von Beginn an war zu spüren, dass Uedem sich diesmal anders präsentieren wollte. Nach dem frühen Rückstand fanden die Gastgeberinnen schnell in die Partie. Mit einer kompakten Abwehrformation, hoher Laufbereitschaft und konsequenter Kommunikation stellte man die wurfstarken Gäste früh vor Probleme.

Im Angriff agierte Uedem geduldig und nutzte sich bietende Chancen konsequent. Nach dem Ausgleich gelang per Strafwurf die erste Führung, die in den folgenden Minuten sogar ausgebaut werden konnte. Beim 4:1 hatte sich das Heimteam erstmals einen kleinen Vorsprung erspielt. Besonders bemerkenswert war in dieser Phase die defensive Stabilität: Wesel fand kaum freie Räume, Abschlüsse wurden erschwert oder geblockt, und auch im Rückzugsverhalten zeigte sich Uedem hochkonzentriert.

Der Tabellenführer reagierte erwartungsgemäß und erhöhte das Tempo. Mit zunehmender Spielzeit fand Wesel bessere Lösungen im Positionsangriff und glich aus. Dennoch blieb das Spiel eng. Uedem ließ sich nicht abschütteln, antwortete auf Gegentore mit eigenen Treffern und hielt die Partie offen. Immer wieder gelang es, durch geduldige Angriffe und sicher verwandelte Strafwürfe den Anschluss zu wahren.

Kurz vor der Pause setzte sich Wesel leicht ab und ging mit einer 12:10-Führung in die Kabine. Angesichts der Offensivstärke der Gäste war dieser Spielstand ein klares Zeichen für die enorme Defensivleistung der Uedemerinnen. Zwölf Gegentore in 30 Minuten gegen das torgefährlichste Team der Liga – das war bereits zu diesem Zeitpunkt ein Achtungserfolg.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Uedem nahtlos an die starke Abwehrarbeit an. Jeder Zweikampf wurde angenommen, jede Lücke schnell geschlossen. Die Gäste mussten sich ihre Treffer hart erarbeiten und kamen deutlich seltener zu einfachen Toren als noch im Hinspiel. Offensiv blieb es auf beiden Seiten ein Geduldsspiel. Tore waren nun Mangelware, was vor allem der engagierten Defensivarbeit beider Mannschaften geschuldet war.

Uedem verkürzte früh auf 11:12 und blieb in Schlagdistanz. Auch auf erneute Führungen der Gäste fanden die Gastgeberinnen Antworten. Beim 14:14 Mitte der zweiten Halbzeit war die Partie wieder völlig offen. Besonders bemerkenswert: In der gesamten zweiten Hälfte rang Uedem dem Tabellenführer ein 6:6-Unentschieden ab. Fünf Minuten vor dem Ende zeigte die Anzeigetafel beim Stand von 15:15 ein vollkommen offenes Spiel.

Die Halle spürte, dass hier eine kleine Überraschung möglich war. Uedem verteidigte weiterhin leidenschaftlich, zwang Wesel sogar zu einem vergebenen Strafwurf und hielt das Tempo hoch. Doch in der entscheidenden Phase zeigte der Tabellenführer seine Qualität. Zwei schnelle Treffer brachten die Gäste mit 17:15 in Front. Uedem verkürzte noch einmal auf 16:17 und stemmte sich bis in die Schlussminute gegen die drohende Niederlage.

Am Ende setzte Wesel mit dem Treffer zum 18:16 den Schlusspunkt. Trotz der Niederlage überwog bei den Uedemerinnen der Stolz auf die eigene Leistung. Die HSG unter 20 Toren zu halten, ist in dieser Saison kaum einem Team gelungen. Dass das Spiel bis fünf Minuten vor Schluss völlig offen war und die zweite Halbzeit ausgeglichen gestaltet werden konnte, spricht für den enormen Einsatz und die mannschaftliche Geschlossenheit der Gastgeberinnen.

Verlieren macht nie Spaß – doch wenn schon ohne Punkte, dann mit einer solchen Leistung. Die Defensive präsentierte sich überragend, der Kampfgeist stimmte, und auch spielerisch zeigte Uedem eine klare Weiterentwicklung im Vergleich zum Hinspiel.

Nun richtet sich der Blick nach vorne. Am Sonntag (08.03.) steht das nächste Auswärtsspiel an. Dann reisen die Uedemer Damen zum traditionellen Lokal-Derby gegen den TuS Xanten. Das Hinspiel wurde unglücklich aus der Hand gegeben – entsprechend groß ist der Wunsch nach Revanche. Anwurf ist um 17:00 Uhr.

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