Ein (fast) sensationelles Spitzenspiel

Auf die hohe Heimspielniederlage gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade zum Saisonbeginn (20:35) folgte eine Erfolgsserie von 10 Siegen am Stück. Dem entsprechend hat sich die 2. Damenmannschaft des Uedemer TuS das Prädikat „Spitzenspiel“ redlich verdient und war mehr als nur motiviert, die erste Mannschaft zu sein, die dem Tabellenführer mindestens einen Punkt abluchsen könnte.

Nach etwas eher unglücklichen ersten 10 Minuten fand auch die Mannschaft des UTuS beim Rückstand von 5:2 endlich ins Spiel. Der Abstand auf den Gastgeber konnte auf 1 Tor minimiert werden und das Spiel verlief wie erhofft eng.
Bis in die 22. Minute konnten eine gute Abwehr und eine mutige Offensive dafür sorgen, dass man immer direkt an den Gastgeberinnen dran blieb. Dann setzten sich die Spielerinnen aus Hiesfeld/Aldenrade erneut mit 4 Toren auf 10:6 ab. Abermals wurden der Wille und das Durchhaltevermögen der 2. Damen getestet. Eine Auszeit und ein weiteres Einschwören auf die eigenen Stärken später, zeigte Uedem, dass sie den zweiten Tabellenplatz keines Wegs geschenkt bekommen haben und kämpften sich bis zur Halbzeitpause auf ein knappes 11:9-Halbzeitergebnis heran.

Die zweiten 30 Minuten spiegelten die erste Hälfte fast identisch wieder, jedoch ohne den verschlafenen Start. Bis in die letzten 5 Minuten konnte die Partie komplett offen gestaltet werden; sogar der 21:21-Ausgleich konnte erzielt werden. Mit diesem Treffer schien es aber förmlich so, als würde die plötzlich reale Gelegenheit, die vermeintliche Sensation, den ungeschlagenen Tabellenführer tatsächlich zu bezwingen, die Uedemer Spielerinnen eher zu lähmen, als zu beflügeln. Auf einmal führten 3 kleine Unaufmerksamkeiten dazu, dass der man 120 Sekunden vor dem Ende wieder 24:21 zurück lag. Am Ende konnte man zwar mit 2 Toren noch eins mehr erzielen, als die Gastgeberinnen, aber mit dem Schlusssignal stand eine 25:23-Niederlage auf der Anzeigetafel.

„Natürlich sind wir alle jetzt direkt nach dieser Nervenschlacht über die Niederlage enttäuscht, ABER spätestens morgenfrüh sollten wir alle einfach nur noch stolz auf den Kampf sein, den wir Hiesfeld/Aldenrade hier und heute geboten haben. Ich werd es auf jeden Fall sein. Meine Mannschaft spielte die beste Hinrunde seit ihrer Gründung und wir werden jede Woche hart dafür weiterarbeiten, dass wir diese fantastische Leistung auch bis zum Saisonende weiter bestätigen können. Heute müssen wir uns aber einfach eingestehen, dass der Tabellenführer stärker war, als wir. Wir haben toll gekämpft, die zweite Halbzeit ein Unentschieden (14:14) erarbeitet und den Eindruck vom Hinspiel revidiert. Das war stark!“, so der Mannschaftsverantwortliche Ullenboom nach dem Spiel.

Jetzt folgt die Karnevalspause und am Samstag, dem 29. Februar geht es mit dem nächsten Heimspiel gegen die dritte Damen des TuS Lintfort weiter in der Saison. Bis dahin gilt es weiter Schwächen zu minimieren und Stärken weiter auszubauen, damit die Spielerinnen aus der Schustergemeinde die nächsten Punkte auf der Habenseite einfahren können.

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